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01 Graphoderus bilineatus, Weibchen, Oberseite

02 Graphoderus bilineatus, Männchen, Oberseite

03 Graphoderus bilineatus, Weibchen, Unterseite

04 Graphoderus bilineatus, Männchen, Unterseite

05 Graphoderus bilineatus, Kopf und Pronotum

06 Graphoderus bilineatus, Metacoxae und Metacoxalplatte

07 Graphoderus bilineatus, 1.-3. Mesotarsomer, Männchen

08 Graphoderus bilineatus, 5. Metatarsomer, mit Tarsalklauen, Weibchen

09 Graphoderus bilineatus, Protarsus, Männchen

Graphoderus bilineatus

Taxonomie

Graphoderus bilineatus (de Geer, 1774)

Ordnung: Coleoptera
Familie: Dytiscidae
Unterfamilie: Dytiscinae
Gattung: Graphoderus

Diagnostische Merkmale

Körperlänge: 14-15,7 mm (Abb. 01-04)
Pronotum mit breiter, gelber Mittelbinde, diese 2-3 mal so breit wie schwarze Querbinde am Hinterrand (Abb. 5)
Flügeldecken stark verbreitert in der hinteren Hälfte (Abb. 01-02)
Epipleuren der Flügeldecken hinter dem 1. Sternit am Aussenrand erweitert (Abb. 03 u. 06)
Körperunterseite auffallend hellgelb (Abb. 03)
1.-3. Mesotarsomer der Männchen ventral mit etwa 14 Saugscheiben, die in zwei regelmäßigen Reihen stehen und durch einen schwachen Kiel getrennt sind (Abb. 07)
hintere Klaue des Metatarsus bei den Weibchen etwa 1,5 mal so lang wie vordere Klaue, vordere Klaue apikal stark gekrümmt und mit  hakenförmiger Spitze (Abb. 08).

Biologie und Geschlechtsdimorphismus

Ernährung:
Im Vorderdarm adulter Käfer konnten folgende Nahrungsfragmente nachgewiesen werden: Larven und Puppen von Zuckmücken (Chironomidae), Eintagsfliegenlarven (Ephemeroptera), kleine Krebstiere (Crustaceae) wie Wasserflöhe (Daphnia sp.) sowie Kieselalgen (Bacillariophyceae) und Grünalgen (Chlorophyta). Die Larven ernähren sich vermutlich von planktischen Kleinkrebsen (Crustaceae) (Galewski, 1990).
Lebenszyklus:
Nach erfolgter Kopulation im Frühjahr werden die Eier in Blätter und Stängel assimilierender Wasserpflanzen abgelegt. Nach wenigen Wochen schlüpfen aus den Eiern die Larven. Diese durchlaufen im Wasser 3 Larvenstadien. Zur Verpuppung suchen die Altlarven Erdhöhlen unter Moosen, Hölzern und Steinen an Land auf. Nach erfolgter Puppenruhe, Schlupf der adulten Käfer und Aushärtung in der Puppenhöhle, verlässt die neue Generation das Land und erscheint im Spätsommer oder Herbst im Gewässer.

1.-3. Protarsomer der Männchen stark erweitert und eine auffällige kreisrunde oder querovale Saugscheibe bildend (Abb. 09)

Habitatpräferenz

meso- bis eutrophe pflanzenreiche und/oder detritusreiche Stillgewässer, dystrophe Gewässer/Moorgewässer, Gewässerfläche > 0,5 ha

Lebensraumtyp

limnophil

Schutzstatus

Die nachgewiesenen Teilpopulationen im Erfassungszeitraum 2013-2015 sind in der Mehrzahl in einem mittlerer bis schlechter Erhaltungszustand. Ein Gewässer mit einem stetig guten Erhaltungszustand konnte nicht ermittelt werden. Suboptimale Lebensbedingungen für die Art können derzeit maximal in den Altgewässern der Schwarzen Elster bei Gorsdorf-Hemsendorf (FFH0071 „Untere Schwarze Elster“) angenommen werden.

Erhaltungs- und Schutzmaßnahmen

RL-Deutschland: 1
RL-Sachsen Anhalt: 1
§ FFH II/IV, BK

Biogeographie

Erfassung 2013-2015: G. bilineatus 129 adulte Käfer

westpaläarktisch, von Nord- und Mitteleuropa ostwärts bis Westsibirien
Deutschland: Hauptvorkommen im Norden und Osten, Nebenvorkommen im Südwesten Deutschlands
Sachsen-Anhalt: Stillgewässer entlang der mitteldeutschen Tieflandflüsse Schwarze Elster, Elbe und Mulde


Bibliographie

(in Bearbeitung)

Web links

https://de.wikipedia.org/wiki/Schwimmkäfer